Funcity Kirchenteam mit Tagesimpuls zur Missionale in Düsseldorf
Lesen – ausdrucken – mit in den Tag nehmen:
Tagesimpulse der Missionale Düsseldorf 2009
verfasst von Gabi Weinz, Exerzitienbegleiterin und Internetseelsorgerin in www.kirche.funcity.de.
„SprechZeit“ am Zelt in der Altstadt täglich von 14 – 20 Uhr: das Gesprächsangebot während der Missionale.
11.06.09 – der letzte Tagesimpuls zur Missionale 2009
“Für wen haltet ihr mich?”
Liebe Leserinnen und Leser der Tagesimpulse
„Für wen haltet ihr mich?“ Mit dieser Frage Jesu sind wir in die Missionale 2009 gestartet.
In den letzten 10 Tagen hatten Sie die Möglichkeit,
dem Leben und der Person Jesu in mehreren biblischen Blitzlichtern auf die Spur zu kommen.
Jesus ist uns begegnet als einer,
….der betroffen macht
….der sich bedrängen lässt
….der seine Kraft im Gebet sucht
….der uns liebt, wie wir sind
….der uns an seiner Gottheit Anteil haben lässt
….der uns das erlösende Wort zuspricht
….der uns zeigt, wie Gott zu uns ist
….der Angst hat wie wir
….der auf unsere Skepsis zugeht
Blitzlichter erleuchten für einen Augenblick einen Ausschnitt des Lebens und der Welt.
Mit unseren biblischen Blitzlichtern ist es genau so:
sie gewähren uns einen kurzen Blick in das Leben Jesu,
zeigen jeweils einen Aspekt seines Wesens.
Sie lassen uns eine Ahnung davon bekommen,
wie Gott zu uns ist
– und dass es noch viel zu entdecken gibt.
Neugierig geworden?
Vielleicht haben Sie Lust auf mehr? Oder sind Sie angeregt zu reagieren?
So können Sie uns erreichen:
Das Missionale-Team finden sie hier: www.missionale-duesseldorf.de
Mich erreichen Sie per e-mail: gabi_weinz@funcity.de
Ich wünsche Ihnen Gottes Segen!
Gabi Weinz
Autorin der Tagesimpulse für die Missionale 2009
10.06.09 – Tagesimpuls zur Missionale
Jesus sagte zu Thomas: Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite! (Joh 20,27)
Die Antwort des Thomas auf das Angebot Jesu, ihn mit den eigenen Händen zu berühren, kommt aus tiefstem Herzen: Mein Herr und mein Gott!
Er erkennt und glaubt, dass er dem Auferstandenen gegenübersteht: Mein Herr und mein Gott!
Vielleicht ist er erschüttert über die eigene geäußerte Skepsis: Wenn ich meine Hände nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. – Mein Herr und mein Gott!
Jesus geht auf Thomas und seine Skepsis zu. Er lädt Thomas ein, ihn zu berühren, selbst das Unglaubliche zu spüren und zu sehen: Jesus Christus ist auferstanden!
Langsam tastend, mit Skepsis und Vorsicht haben sich damals die Frauen und Männer der Botschaft der Auferstehung genähert – bis sie erfüllt waren von der Wucht und Freude der Auferstehungskraft und nicht mehr anders konnten als überall davon zu erzählen und andere Menschen anzustecken, bis heute. So ist die Botschaft auch hier hin gekommen, in unsere Zeit, in unsere Stadt.
Mehr über die Begegnung von Jesus und Thomas finden Sie bei Johannes, im 20. Kapitel, Vers 24 bis 29 – oder im Anschluss an diesen Tagesimpuls:
Joh 20,24-29 Jesus und Thomas
Thomas, genannt Didymus (Zwilling), einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.
Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!
Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!
Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
09.06.09 – Tagesimpuls zur Missionale
Und Jesus betete in seiner Angst noch inständiger, und sein Schweiß war wie Blut, das auf die Erde tropfte. (Lk 22,44)
„Da habe ich Blut geschwitzt“ – eine Redewendung, die hier ihren Ursprung hat: in höchster Not und Todesangst betet Jesus zu seinem Vater. Es ist die Nacht vor seiner Verurteilung und dem Tod am Kreuz. Er ringt um sein Leben und fleht darum, dass dieser Kelch an ihm vorüber geht…..
Eine sehr menschliche Situation, die Sie sicher auch kennen: in höchster Not zu Gott flehen. Auch dann, wenn das Beten bisher weniger praktiziert wurde – die Not lehrt uns beten.
Jesus hat das Beten praktiziert. Sein Kontakt zu Gott ist etwas Selbstverständliches. Er weiß, dass seine Angst bei Gott Platz hat, dass er dort Ruhe finden kann. Und er erwartet nicht die 1:1-Erfüllung seines Flehens, sondern hofft, dass er im Gebet durch das Dickicht seiner Angst hindurchfinden wird – bis er sagen kann: Nicht mein, sondern dein Wille geschehe!
Jesus begegnet uns Menschen als einer, der nichts auslässt, was das Menschsein ausmacht.
Über das Gebet Jesu am Ölberg lesen Sie mehr bei Lukas im 22. Kapitel, Vers 39 bis 46 – oder im Anschluss an diesen Tagesimpuls:
Lk 22,39-46 Das Gebet am Ölberg
Dann verließ Jesus die Stadt und ging, wie er es gewohnt war, zum Ölberg; seine Jünger folgten ihm.
Als er dort war, sagte er zu ihnen: Betet darum, dass ihr nicht in Versuchung geratet!
Dann entfernte er sich von ihnen ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete:
Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen.
Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und gab ihm (neue) Kraft.
Und er betete in seiner Angst noch inständiger, und sein Schweiß war wie Blut, das auf die Erde tropfte.
Nach dem Gebet stand er auf, ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend; denn sie waren vor Kummer erschöpft.
Da sagte er zu ihnen: Wie könnt ihr schlafen? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet.
08.06.09 – Tagesimpuls zur Missionale
Da weinte Jesus. (Joh 11,35)
Jesus heilt.
Jesus lehrt.
Jesus betet.
So kennen wir Jesus und sein Leben.
Aber das ist uns eher fremd: Jesus weint.
Jesus weint, weil sein Freund Lazarus gestorben ist. Er ist traurig und erschüttert. In solchen Augenblicken kommt uns das Mensch-Sein Jesu unmittelbar nah. Er fühlt wie wir. Sein Gott-Sein hält ihn nicht auf Distanz, sondern lässt seine Liebe zu den Menschen so sehr wachsen, dass er sich in alles hineinbegibt, was das Mensch-Sein ausmacht: auch Trauer und Erschütterung über das Sterben eines geliebten Menschen.
Im Johannes-Evangelium lesen wir, dass Jesus seinen Freund Lazarus auferweckt hat. Das Mensch-Sein und das Gott-Sein Jesu scheinen in dieser Erzählung besonders deutlich hervor. Jesus zeigt uns, wie Gott zu uns ist: voller Liebe und Leben spendend.
Die ganze Erzählung über die Auferweckung des Lazarus lesen Sie im 11. Kapitel des Johannes-Evangeliums, Vers 17 bis 44 – oder im Anschluss an diesen Tagesimpuls in etwas gekürzter Fassung:
Joh 11,17-19.31-39a.41-44 Die Auferweckung des Lazarus als Zeichen
Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen.
Betanien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt. Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. Jesus war noch nicht in das Dorf gekommen; er war noch dort, wo ihn Marta getroffen hatte.
Die Juden, die bei Maria im Haus waren und sie trösteten, sahen, dass Maria plötzlich aufstand und hinausging. Da folgten sie ihr, weil sie meinten, sie gehe zum Grab, um dort zu weinen.
Als Maria dorthin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie ihm zu Füßen und sagte zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.
Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, war er im Innersten erregt und erschüttert.
Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet? Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh!
Da weinte Jesus. Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte!
Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb?
Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt, und er ging zum Grab. Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war. Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herum steht, habe ich es gesagt; denn sie sollen glauben, dass du mich gesandt hast.
Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden, und lasst ihn weggehen!
07.06.09 – Tagesimpuls zur Missionale
Auch ich verurteile dich nicht. (Joh 8,11)
Ein erlösendes Wort: Ich verurteile dich nicht!
Jesus spricht es zu einer Ehebrecherin, die nach jüdischem Gesetz gesteinigt werden soll. Ganz allein steht sie in der Mitte derer, die auf die Einhaltung des Gesetzes achten.
Ganz allein –
nur Jesus schützt sie vor der wütenden Menge mit einer Frage, die den Menschen tief ins Herz geht: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.
Jesus schützt sie, rettet ihr das Leben. Doch sein Geschenk an sie ist viel größer: er befreit sie von ihrer Schuld.
Neubeginn – Zukunft – Wandlung einer Gebückten in eine Aufrechte – wieder frei atmen können!
Lassen Sie es sich wie die Ehebrecherin von Jesus zusprechen: Ich verurteile dich nicht!
Und spüren Sie, wie sich dieses Wort in Ihnen ausbreitet und wirkt…..
Über die Ehebrecherin finden Sie mehr bei Johannes im Kapitel 8, Vers 1 bis 11 – oder im Anschluss an diesen Tagesimpuls:
Joh 8,1-11 Jesus und die Ehebrecherin
Jesus aber ging zum Ölberg.
Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es.
Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du?
Mit dieser Frage wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn zu verklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.
Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand.
Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt?
Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!
06.06.09 – Tagesimpuls zur Missionale
Jesus wurde vor den Augen seiner drei Begleiter verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. (Mt 17,2)
Stellen Sie sich vor, Sie wären dabei gewesen…. Nach einer Bergwanderung zu viert sind Sie am Gipfel angekommen und machen eine Pause. Plötzlich verwandelt sich einer der Weggefährten und Sie sehen, wie sein Gesicht hell leuchtet und seine Kleider so weiß werden, dass Sie davon geblendet sind. Das kann doch gar nicht sein! Ist das ein Traum? Oder eine Vision?
Auf jeden Fall hat es etwas Unwirkliches, Übernatürliches: Jesus in blendend strahlendem Licht. Und das ist noch nicht alles: die drei Begleiter sehen außer Jesus noch Moses und Elija – zwei längst verstorbene Propheten. Und sie hören eine Stimme aus der Wolke, die sagt: Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.
Die drei Begleiter Jesu sind damit überfordert. Sie sind bodenständige Menschen. Realisten, würden wir heute sagen. Aber obwohl die Situation viel Unwirkliches hat, spüren sie, dass das jetzt sehr real ist.
Jesus wagt etwas Besonderes: er zeigt sich ihnen mit seinem göttlichen Wesen. Er lässt sie einen Augenblick eintauchen und Anteil haben an seinem ewigen Sein, lässt sie die göttliche Weite ahnen, die Raum und Zeit übersteigt.
Die drei Freunde spüren, dass dies ein ganz besonderer Augenblick ist, etwas Kostbares, das sie bewahren möchten: „Wir wollen hier drei Hütten bauen….“ Aber – die Erfahrung des Göttlichen lässt sich nicht konservieren, wohl aber wie ein kostbarer Schatz in den Alltag tragen. Schweigend gehen die drei Freunde mit Jesus nach Hause.
Die Ereignisse auf dem Berg der Verklärung sind aufgeschrieben im Matthäus-Evangelium, Kapitel 17, Vers 1 bis 9 – oder im Anschluss an diesen Tagesimpuls:
Mt 17,1-9 Die Verklärung Jesu
Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg.
Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.
Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus.
Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.
Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.
Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden.
Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst!
Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.
05.06.09 – Tagesimpuls zur Missionale
Jesus streckte sofort die Hand aus und ergriff ihn….. (Mt 14,31)
Gemeint ist Petrus, der aus dem Boot ausgestiegen ist und voller Vertrauen auf Jesus über das Wasser geht – Jesus entgegen. Doch als er den Wind und die Wellen um ihn herum bemerkt, verliert er das Vertrauen und beginnt zu sinken. Er gerät in Todesangst und schreit um Hilfe. Jesus reicht ihm die Hand, rettet ihn aus den Tiefen des Wassers und befreit ihn aus seiner Angst.
Die Beziehung zwischen Petrus und Jesus ist speziell. Petrus wagt viel. Hier steigt er auf das Wort Jesu „Komm!“ aus dem Boot und geht über das Wasser auf Jesus zu – ein Petrus, der sein ganzes Vertrauen auf Jesus setzt. Und dann der ganz andere Petrus: verunsichert durch die Realitäten des Lebens, zweifelnd und verängstigt.
Jesus liebt ihn so wie er ist und reicht ihm die Hand, voller Geduld und vielleicht sogar mit Humor.
Den Gang auf dem Wasser finden Sie im Matthäus-Evangelium, Kapitel 14, Vers 22 bis 33 – oder im Anschluss an diesen Tagesimpuls:
Mt 14,22-33 Der Gang Jesu auf dem Wasser
Gleich darauf forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.
Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg.
Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind.
In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See.
Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst.
Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!
Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme.
Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu.
Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich!
Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.
Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.
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Betreff: 04.06.09 – Tagesimpuls zur Missionale
Datum: Wed, 3 Jun 2009 19:52:15 +0200
Von: noreply@tagesimpuls.de
An:
In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. (Mk 1,35)
Rückzug, Stille und Gebet und dann wieder mit voller Aufmerksamkeit auf die Menschen zugehen und sich auf ihre Bedürfnisse einlassen – so lebt Jesus seinen Alltag. Immer wieder sucht er im Gebet neue Kraft.
Wir lernen Jesus kennen als jemanden, der die Balance zwischen Aktion und Kontemplation zu halten weiß. Als jemanden, der sich nicht über seine Grenzen hinaus auspowert, sondern die Bedeutung des Rückzugs für die Qualität seiner Aktionen ernst nimmt.
Ich denke an die Schnelligkeit unserer Zeit….. und werde sehr nachdenklich. Wie geht es Ihnen?
Über den Rückzug Jesu können Sie lesen bei Markus im 1. Kapitel, Vers 35 bis 39. Und viele andere Bibelstellen berichten auch darüber.
Oder lesen Sie gleich hier:
Mk 1,35-39 Aufbruch aus Kafarnaum
In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich.
Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen.
Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in den Synagogen und trieb die Dämonen aus.
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03.06.09 – Tagesimpuls zur Missionale
Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte. (Lk 6,19)
Es ist zur Zeit Jesu nicht anders gewesen als heute: in Scharen kommen die Menschen, die in Not sind, dorthin, wo sie Hoffnung auf Hilfe erwarten. Der Ruf Jesu als einer, der heilt und gut zu den Menschen ist, hat sich überall herumgesprochen. Er zieht an wie ein Magnet. Die Menschen spüren bei Jesus eine Kraft, die über menschliche Möglichkeiten weit hinausgeht. Jesus lässt sich von den Menschen bedrängen.
Manchmal denke ich darüber nach, wie ich wohl reagieren würde, wenn Jesus heute hier wäre und wie damals Menschen heilen würde, z.B. jetzt hier in Düsseldorf…… Würde ich voller Hoffnung mit meinen Leiden zu ihm gehen, um seine heilende Kraft zu erfahren?
Was müsste geschehen, damit Sie sich mit Ihren Lebensthemen auf den Weg zu Jesus machen?
Wie Jesus von den Menschen bedrängt wird, können Sie nachlesen bei Lukas im 6. Kapitel, Vers 17 bis 19 – oder im Anschluss an diesen Tagesimpuls:
Lk 6,17-19 Der Andrang des Volkes
Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen, und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon strömten herbei.
Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden. Auch die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt.
Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus , die alle heilte.
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02.06.09 – Tagesimpuls zur Missionale
Mk 1,21-28 Jesus in der Synagoge von Kafarnaum
Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.
Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien:
Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn!
Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.
Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
Mk 1,21-28 Jesus in der Synagoge von Kafarnaum
Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.
Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien:
Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn!
Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.
Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
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01.06.09 – Tagesimpuls zur Missionale
Jesus fragte seine Jünger: Für wen haltet ihr mich? (Mk 8,29)
Stellen Sie sich einmal vor, Sie wären eine der Personen, denen Jesus diese Frage gestellt hat – wie hätten Sie geantwortet?
Vielleicht ist es den Wegbegleitern und Freunden Jesu ähnlich wie Ihnen gegangen: sie waren vermutlich erleichtert, dass Petrus sofort eine Antwort geben konnte: „Du bist der Messias!“ (Mk 8,29)
Jesus zog mit seinen Freunden durch das Land. Tag für Tag erlebten sie ihn im Umgang mit den Menschen, in der Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten, in der Praxis seines Betens und der Beziehung zu seinem Vater. Immer mehr lernten sie ihn kennen, bekamen eine Spur seines göttlichen Wesens mit.
In den kommenden Tagen sind Sie eingeladen, sich mit Jesus auf den Weg zu machen, ihn in einzelnen Begegnungen mehr kennen zu lernen und sich von Jesus fragen zu lassen: „Für wen hältst du mich?“
Das Gespräch Jesu mit seinen Jüngern finden Sie im Markus-Evangelium, Kapitel 8, Vers 27 bis 30 – oder im Anschluss an diesen Tagesimpuls:
Mk 8,27-30 Auf dem Weg nach Jerusalem: Das Messiasbekenntnis des Petrus
Jesus ging mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Unterwegs fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen?
Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten.
Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Messias!
Doch er verbot ihnen, mit jemand über ihn zu sprechen.
Bibelspruch des Monats
Eine sehr schöne Sache sind auch die
Bibelsprüche des Monats.
Sie regen zum Nachdenken an, sie bauen auf und sie geben den Usern das Wissen, dass die Seelsorger an sie denken.
Gebet im Mißbrauch?
Ist ein Gebet IMMER ein Gebet? Oder gibt es auch den Mißbrauch dieser “Gesprächsform mit Gott”?
Irrt sich das Gefühl, wenn es das Empfinden hat: In diesem geschriebenen Gebet geht es nicht darum das eigene Anliegen ernsthaft zu Gott zu bringen, sondern es geht darum “im Schutz des Gebetes” die “Anderen” zu kritisieren, ihnen über diesen “Umweg” einmal den “Spiegel vor zuhalten”?
Dienen diese anonymen Gebete der Klärung und Bereinigung, “bringen sie uns weiter”?
Helfen sie dem Schreiber sich von “Druck” zu befreien?
Gäbe es andere Formen die Themen anzusprechen?
Gäbe es sogar “Lösungen” für ein Miteinander “trotz” unterschiedlicher Blickwinkel und Ziele?
Könnte sich der “Horizont” des Einzelnen durch die Annahme des Gegensätzlichen weiten?
Bequem wäre dies sicherlich nicht – doch vielleicht wäre es vertrauenschaffend?
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