Kirche 2.0 St. Bonifatius

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539. Gemeindebrief (8. November 2009) – nl -

Liebe Leserinnen und Leser
des Gemeindebriefes aus der Internet-Kirche St. Bonifatius in funcity.de,

immer wieder aufs Neue finde ich es faszinierend, wie scharf und klar die Beobachtungsgabe von Jesus ist und wie es ihm gelingt, in alltäglichen Situationen und Begebenheiten die Tiefe von Grundeinstellungen auszuloten und in die Höhe von Glauben und Vertrauen zu bringen.

So auch beim heutigen Evangelium, wo es um vordere Plätze, lange Gewänder und Gebete geht. Es der erste Blick, der trügen kann und auf den man selbst aufpassen muß, dass man von diesem nicht in den Bann gezogen wird und sich in der Folge auf den schiefen Weg des Irrtums und der Fehleinschätzung begibt.

Für diesen zweiten Blick steht das Erlebnis mit der armen Witwe. Sie wirft zwei kleine Münzen hinein, die für sie etwas (auch finanziell) wesentlich anderes bedeuten, als wenn jemand mit vollem Konto mal schnell 10 Euro für einen guten Zweck überweist, die für den Kontostand gar nicht weiter auffallen.

Zwei kleine Münzen in den Opferkasten zu werfen ist relativ wenig, aber für jemanden, der wenig von Nichts hat, ist es ein sehr hoher Betrag. Die arme Witwe hat – und jetzt kommt Jesu Tiefenblick – damit nicht nur Geld gespendet, sondern von ihrer direkten Lebensnotwendigkeit gegeben. Wer wenig hat, muß seine Münzen mehrmals umdrehen, bevor er sie ausgibt. Der Witwe wird es nicht anders gegangen sein. Das nimmt Jesus wahr, kann es wahrnehmen, weil in seine konkrete Beobachtung Kontexterfahrungen mit einfließen. Damit das gelingen kann, muss man schon Kontakt zu ärmeren Menschen haben.

Jesus stellt die Beobachtung der ernsten Opferbereitschaft der Witwe in Gegensatz zum Schein-Sein der Schriftgelehrten. Durch den Vergleich muss Jesus nicht mehr viel dazu erklären, denn es wird deutlich, mal wieder: Es kommt nicht auf das äußerliche Gehabe an oder darauf, wie geschickt sich jemand selbst in Szene setzen kann, sondern auf die Herzensgüte, die Gesinnung, die Bereitschaft zum Teilen, zur Solidarität, zum Abgeben können, auch wenn es mich selbst begrenzt und einengt.

Dann, dass ist die stumme Schlußfolgerung, wird „man“ frei für Jesu Wort und Botschaft der befreienden Liebe Gottes zu jedem einzelnen Mensch, die Menschen verwandeln kann, weil sie in der Sicherheit, sich von Gott geliebt zu wissen, anderen Menschen zuwenden können.

Liebe zugewandte Grüße
Norbert Lübke
Funcity-Kirchenteam

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In eigener Sache: Pünktlich zum 1. Advent starten wir wieder mit unseren kostenlosen E-Mail-Adventskalender: Bestellen über www.st-bonifatius-funcity.de
Die E-Mails bieten einen Schrifttext oder ein adventliches Lied, verbunden mit einem Impuls dazu.
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Das Evangelium zum heutigen Sontag findet sich bei Markus, Kapitel 12, Verse 38 – 44

Er lehrte sie und sagte: Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Straßen und Plätzen grüßt, und sie wollen in der Synagoge die vordersten Sitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben. Sie bringen die Witwen um ihre Häuser und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Aber um so härter wird das Urteil sein, das sie erwartet.

Als Jesus einmal dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel. Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein. Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hergegeben; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles gegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt.

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Impressum:

Dieser Gemeindebrief kommt aus der Internet-Kirche St. Bonifatius in www.funcity.de.
In den Verteiler kann man sich auf der Homepage www.st-bonifatius-funcity.de eintragen.
Ideen, Anregungen und Rückmeldungen bitte an den jeweiligen Verfasser (siehe Namenskürzel in der Betreffzeile):
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Kontakt: BGV Hildesheim, FB Jugendpastoral,
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7, November 2009 Verfasst von funcityonlinekirche | Gemeindebrief St.Bonifatius | | Noch keine Kommentare

538. Gemeindebrief (01. November 2009 – Allerheiligen) – rg -

Liebe Leserinnen und Leser des funcity-Gemeindebriefes,

vor einiger Zeit habe ich ein Bild eines Grabsteins gesehen, das mich nachdenklich gemacht hat: Auf einem recht schlichten Stein steht in einer geschwungene Linie die Inschrift „Niemals geht man so ganz“. Oberhalb der Schrift ist eine Person zu sehen, die langsam zu gehen scheint. Man erkennt diese Person nur ganz undeutlich und dennoch ist sie da.
„Niemals geht man so ganz.“
Auf den ersten Blick eine recht ungewöhnliche Inschrift, weil man möglicherweise an das Lied von Trude Herr denken muss, dass auf vielen Parties rauf und runter gespielt wird. Und so ein Satz auf einem Grabstein? Da werden sicherlich manche Menschen, die das lesen komisch blicken.
„Niemals geht man so ganz“
Wenn sich heute katholische Christen versammeln, um das Fest Allerheiligen zu feiern, und – wie es guter alter Brauch ist – im Anschluss die Gräber der Verstorbenen zu segnen und ihrer in besonderer Weise zu gedenken, wird deutlich, dass sie nicht aus unserem Bewusstsein gelöscht sind und wir sie vergessen haben, sondern wir zeigen durch das liebevolle Schmücken der Gräber vielmehr, dass unsere Verstorbenen noch immer mitten unter uns sind. Sie sind also nicht gänzlich weg. Dies könnte eigentlich ein Grund zur Freude sein.

Aber dennoch ist der Allerheiligentag vielfach geprägt von Trauer und Schmerz. Vom Bewußtwerden der Endgültigkeit des Abschiedes, den wir von unseren Angehörigen nehmen mussten.
Und dann dieser Satz: „Niemals geht man so ganz“. Das scheint nicht zu passen.

Dieser Satz ist auch nur ein Teil der Wahrheit. Er geht ja weiter und heißt „irgendwas von mir bleibt hier“. Und das ist am heutigen Tag auf jeden Fall die Erinnerung an unsere verstorbenen Angehörigen. Das Denken an viele schöne Momente, die wir mit ihnen erlebt haben, an die Sorgen und Nöte die wie zusammen geteilt haben. Kurz die Erinnerung an die gesamte gemeinsam mit ihnen verbrachte Zeit.
Wenn diese Erinnerung in Gememischaft passiert, dann kann hier viel tröstendes passieren.
Aber wir vergewissern uns heute erneut unseres Glaubens.
Dem Glauben, der nicht den Tod als das Ende sieht, sondern dem Glauben, in dem die Auferweckung der Toten und das ewige Leben die zentrale Hoffnung sind.
Das mag für manche von uns heute nur ein schwacher Trost sein. Wenn die Trauer und der Schmerz, den der Tod eines Angehörigen mit sich bringt noch frisch ist und sich immer wieder die Frage auftut „Warum er“ oder „Wie soll ich jetzt alleine klar kommen?“ Dann sind der Glaube an die Auferstehung der Toten und der Gedanke des Vorausgehens zur Herrlichkeit des Vaters mitunter sicherlich eine schwierige Sache.
Vielleicht helfen uns dann heute zwei abschließende Gedanken:

Erstens: Die Liebe unseres Gottes ist so groß, dass sie solche durchaus menschlichen Gedanken wohl zu nehmen und zu verkraften weiß.

Zweitens: Und das sagte einmal Papst Johannes der 23.: „Unsere Toten gehören zu den unsichtbaren, aber nicht zu den Abwesenden.“

Wenn man dies bedenkt, dann bekommt die Inschrift auf dem Anfangs beschriebenen Grabstein eine ganz andere Bedeutung:
„Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier, es hat seinen Platz, immer bei dir!“

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen gesegneten Allerheiligentag
Ihr

Rainer Gelhot
funcity-Kirchenteam

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Das Evangelium zum heutigen Hochfest Allerheiligen findet sich im Matthäus-Evangelium, Kapitel 5, Verse 1-12a

Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; / denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; / denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; / denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; / denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; / denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; / denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; / denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; / denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.

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1, November 2009 Verfasst von funcityonlinekirche | Uncategorized | | Noch keine Kommentare

537. Gemeindebrief (25. Oktober 2009) – nl -

Liebe Leserinnen und Leser
des Gemeindebriefes aus der Internet-Kirche St. Bonifatius in funcity.de,

an diesem Sonntag begeht die katholische Kirche den Tag der Weltmission. Seit 1926 sind alle am 4. Sonntag im Oktober (und nicht nur an diesem Tag) aufgefordert, sich an die solidarische Verantwortung der Kirchen füreinander und an den Auftrag Jesu, das Evangelium in die Welt zu tragen, zu erinnern.

Das eine solche missionarische Ausrichtung nicht mehr so gehen kann wie vor vielen Jahrzehnten, ist klar.

Jesus stellt im Evangelium dem blinden Bettler Bartimäus die entscheidende Frage: Was soll ich dir tun? Auch wenn es wohl dem Bettler bewußt gewesen ist, was er denn wollte, nämlich mit der Wiedererlangung des Augenlichts auch die soziale Ausgrenzung zu überwinden, ist es bestimmt noch mal etwas anderes, es auch zu sagen und nicht nur zu denken.

Was soll ich dir tun? – das ist die Umwendung der Vorstellung, dass der eine weiß, was für den anderen gut ist. Was soll ich dir tun? Was brauchst du? Was fehlt dir? Was lindert deinen Schmerz? Was willst du neu gewinnen?

Damit wird Bartimäus selbst zum Handelnden: Jesus verschafft ihm Gehör, auch wenn andere ihn lieber schweigen lassen wollen. Sich kund zu tun ist im lauten Umfeld nicht einfach, aber Bartimäus hat es geschafft.

Es könnte eine Grundausrichtung kirchlichen Handelns und Denkens sein, wenn wir wie Jesus fragen: Was soll ich dir tun? Was ist dir wichtig? Woran hängt dein Herz? Was bringt dich voran?

Besser wird das gelingen, wenn ich für mich selbst diese Fragen zu Antworten habe werden lassen.

Liebe frag-antwortliche Grüße
Norbert Lübke
Funcity-Kirchenteam

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Das Evangelium zum heutigen Sontag findet sich bei Markus, Kapitel 10, Verse 46 – 52

Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!
Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu.
Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg.

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24, Oktober 2009 Verfasst von funcityonlinekirche | Gemeindebrief St.Bonifatius | | Noch keine Kommentare

536. Gemeindebrief (18. Oktober 2009) – rg -

Liebe Leserinnen und Leser des funcity-Gemeindebriefes,

die besten Plätze sind logischerweise die begehrtesten. Das ist im Kino so, in Fußballstadien und in der Arbeitswelt auch. Also heute nicht anders als zur Zeit Jesu.

Wen wundert es da, dass man alles tut, um sich solch einen guten Platz zu sichern. Die einen stehen früh auf, die anderen reservieren lange im Voraus wieder andere nutzen Beziehungen. Fast immer bleibt bei denen, die auch gerne solche guten Plätze hätten, weil sie mit ihren eigenen nicht zufrieden sind, ein fader Geschmack zurück. Manchmal auch aufgrund des Vorgehens. Denn, das kennen wir ja alle aus eigener Erfahrung, wenn gekungelt und verschoben wird, dann können wir das nicht gut haben. So etwas löst Neid aus.

Auf den ersten Blick haben wir auch im heutigen Evangelium eine solche Situation. Jakobus und Johannes versuchen Jesus die besten Plätze im Himmel abzuschwatzen. Als die anderen Jünger das erfahren, macht sich prompt Unmut breit. Welch menschliches Verhalten! Dabei ging es beiden möglicherweise gar nicht so sehr um die Plätze um der Plätze willen. Sondern sie wollten einfach dicht bei ihrem „Idol“ Jesus sein. Vielleicht war es für sie beide am schwersten Vorstellbar, von Jesus getrennt zu sein.

Wie dem auch sei. Jesus gibt prompt einen Handlungsimpuls. Er ruft sie und damit auch mal wieder uns auf, bescheiden zu sein und eher durch gute Taten als durch gute Plätze zu glänzen. Denn nur durch Tun kann der gewünschte Platz erreicht werden.

Wie so oft stellt Jesus mit dieser Aussage alles auf den Kopf. Denn Erniedrigung war damals nicht angesagt und ist es heute auch nicht.

Dennoch: Für mich ist diese Bibelstelle einmal mehr eine Herausforderung: Zum einen, mich mehr auf Taten als auf Worte zu konzentrieren, zum anderen aber auch, besser drauf zu achten, wo es in meinem Umfeld, Menschen gibt, die still und fleißig ihren Dienst tun und diese Menschen eben nicht zu übersehen, sondern ihnen die Würde und den Ort zukommen zu lassen, der ihren gebührt.

Keine Sorge: Ich will mich damit nicht in Richtung des Vaters im Himmel bewegen. Aber wäre es nicht gut für uns alle, wenn wir mit wachem Blick auf die achten, die sich still und leise einsetzen und ihnen mal einen guten Platz, in Pfarrbriefen, Zeitungen, Versammlungen oder wo auch immer ermöglichen und nicht nur die die Titelseiten schmücken, die am lautesteten Rufen oder eh schon überall zu sehen sind?

Einen Sonntag mit wachem Blick wünscht Ihnen

Ihr

Rainer Gelhot

funcity-Kirchenteam

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Das Evangelium zum heutigen Sontag findet sich bei Markus, Kapitel 10, Verse 35-45 Da traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sagten: Meister, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst. Er antwortete: Was soll ich für euch tun? Sie sagten zu ihm: Lass in deinem Reich einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen. Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde? Sie antworteten: Wir können es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde. Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die diese Plätze bestimmt sind. Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

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17, Oktober 2009 Verfasst von funcityonlinekirche | Gemeindebrief St.Bonifatius | | Noch keine Kommentare

535. Gemeindebrief (11. Oktober 2009) -nl-

Liebe Leserinnen und Leser
des Gemeindebriefes aus der Internet-Kirche St. Bonifatius in funcity.de,

es scheint mir, als ob Menschen „im Grunde“ nur eine Frage haben: Wie kann ich so verantwortlich und sinnvoll leben, meine Beziehungen zu Menschen und zur Familie so gestalten, dass ich dabei mit mir stimmig bin, meinen Überzeugungen gefolgt bin, auf andere und mich gleichermaßen geachtet habe, die ewigen Wahrheiten achte und sie konkret werden lasse für mein Leben?

Der Mann, von dem am Anfang des Abschnitts der heutigen frohen Botschaft die Rede ist, fragt nach dem ewigen Leben, aber auch das muß ja konkret und durchbuchstabiert werden. Hier geht es konkret um das viele Geld, was dieser Mann hat und was er nicht los-lassen will oder kann, denn vermutlich bedeutet es ihm genau die Form von Sicherheit, die er braucht.

Jesus bietet ihm eine geldlose Nachfolge an, die mit einem Weg zu sich selbst beginnt und dann über Jesus zu anderen Menschen und zum ewigen Leben führt. Das ist wesentlich mehr, als man mit Geld kaufen kann. Ein geglücktes Leben, zu dem ich innerlich stehen kann, und auch menschliche Beziehungen, all das läßt sich eben nicht kaufen. Gerade die wichtigsten „Dinge“ im Leben lassen sich nicht gegen Geld eintauschen.

Aber das ist nicht genug, auch wenn es schon mehr als viel ist. Wer kann schon von sich sagen, dass er mit allem innerlich zufrieden ist? Falsches Tun und Denken markiert die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Jesus setzt noch etwas auf den ersten Blick Paradoxes drauf: Wer alles lassen kann, wird alles und noch mehr neu finden, mehr, als man je brauchen könnte. Diesen Lebensüberfluß gibt es geschenkt. Der Haken daran ist, dass man sich auch beschenken lassen wollen muß. Dass das eine schwere Lebensaufgabe sein kann, die sich in eine Leichtigkeit mit Gott verwandelt, erleben und erfahren nur die, die es einmal versuchen und es drauf ankommen lassen.

Liebe verschenkte Grüße
Norbert Lübke
Funcity-Kirchenteam
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In eigener Sache:
Liebe Empfänger des Gemeindebriefes,
ab der nächsten Ausgabe des Gemeindebriefes werden wir den Versand umstellen.
Zukünftig erfolgt er von der Adresse redaktion-gemeindebrief@st-bonifatius-funcity.de. Wir hoffen, dass der neue Versandweg reibungslos klappt und Sie wie gewohnt den Gemeindebrief bekommen.
In der Umstellungsphase werden wir den Brief sicherheitshalber über beide Datenbanken versenden.
Es kann also passieren, dass sie die nächsten Ausgaben doppelt bekommen. Wir bitten um Verständnis.
Sollten Sie wider Erwarten keinen Gemeindebrief mehr bekommen, können Sie sich auf unserer neuen Website www.st-bonifatius-funcity.de für den Empfang registrieren. Für Fragen steht ihnen das Kontaktformular zur Verfügung.
Die Website bietet darüber hinaus zahlreiche Hintergrundinformationen zu unserer seelsorglichen Arbeit in www.funcity.de
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Evangelium zum Sonntag (28. im Jahreskreis): Markus 10,17-30

Von Reichtum und Nachfolge

Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen. Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter!

Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.

Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Sie aber erschraken noch mehr und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden?

Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich. Da sagte Petrus zu ihm: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.

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Das Kloster an St. Bonifatius in funcity.de lohnt einen Besuch: Gebete, Kerze anzünden, Bild betrachten …
Mehr über uns: www.st-bonifatius-funcity.de
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Impressum: >>ISSN 1611-9177<<
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10, Oktober 2009 Verfasst von funcityonlinekirche | Gemeindebrief St.Bonifatius | | Noch keine Kommentare

534. Gemeindebrief (04.Oktober 2009 – zum Tag der dt. Einheit am 03.10.2009 ) – rg/Bischof Wanke –

534. Gemeindebrief (04.Oktober 2009 – zum Tag der dt. Einheit am 03.10.2009 ) – rg/Bischof Wanke – ISSN 1611-9177

Ein Wort zuvor:
Wir freuen uns sehr, dass der Erfurter Bischof Wanke zum 20. Tag der Deutschen Einheit den Gemeindebrief verfasst hat. Viel Spaß beim Lesen wünschen Rainer Gelhot & Norbert Lübke!

Liebe Leserinnen und Leser von nah und fern,

hier schreibt einer, der an den 3. Oktober vor 19 Jahren – den ersten Tag der Deutschen Einheit – nur mit Freude zurückdenken kann.
Ich weiß noch wie das Wetter war: Ein klarer, schon etwas kühler, aber mit Sonne durchfluteter Herbsttag. Auf dem Erfurter Domberg läuteten alle Glocken zum Gottesdienst. Es war eine eigenartige, festliche Stimmung in der weiten, gefüllten Domhalle. Allen war bewusst: Wir sind Zeugen eines großen Ereignisses. Dieser Tag schreibt Geschichte. Das, was wir ersehnt, erbetet und erstritten hatten, war Wirklichkeit geworden. Deutschland war wieder ein Land.
Von den Höhen des Thüringer Waldes konnte ich als Jugendlicher bei Wanderungen an manchen Stellen die Veste Coburg sehen. Sie war nur wenige Kilometer weit weg – aber ich wusste zugleich: Da kommst du niemals hin. Eigentlich verrückt!
Das war nun vorbei. Es kam wieder zusammen, was zusammengehört. Im Nachhinein sah alles so einfach aus. War es aber nicht! Es musste vieles passieren: dass die Menschen Mut fanden, ihre Meinung zu sagen, dass die russischen Panzer in den Kasernen blieben, dass die Polen und die Ungarn uns mit ihrem Freiheitsdrang vorangingen, dass es in Rom einen polnischen Papst gab.
Ich bin überzeugt: Damals haben wir ein Wunder erlebt. Hier hatte Gott seine „Hände“ im Spiel. Freilich, nicht ohne uns Menschen! Aber Gott fügte alles zusammen. Es lohnt sich, Freiheit immer wieder zu wagen – und Gott zu trauen, der ein Liebhaber der Freiheit ist.
Ich bete am „Tag der Einheit“ den Psalm 18. Dort steht: „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“. Das ist ein gutes Gebet, nicht nur für den 3. Oktober.

Das findet

Ihr
Joachim Wanke
Bischof von Erfurt.

Hier der komplette Text des Psalms 18:

Er sprach: Ich will dich rühmen, Herr, meine Stärke, /
Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter,mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge, / mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht.
Ich rufe: Der Herr sei gepriesen!, / und ich werde vor meinen Feinden gerettet.
Mich umfingen die Fesseln des Todes, / mich erschreckten die Fluten des Verderbens.
Die Bande der Unterwelt umstrickten mich, / über mich fielen die Schlingen des Todes.
In meiner Not rief ich zum Herrn / und schrie zu meinem Gott. Aus seinem Heiligtum hörte er mein Rufen, / mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.
Da wankte und schwankte die Erde, / die Grundfesten der Berge erbebten. / Sie wankten, denn sein Zorn war entbrannt.
Rauch stieg aus seiner Nase auf, / aus seinem Mund kam verzehrendes Feuer, / glühende Kohlen sprühten aus von ihm.
Er neigte den Himmel und fuhr herab, / zu seinen Füßen dunkle Wolken.
Er fuhr auf dem Kerub und flog daher; / er schwebte auf den Flügeln des Windes.
Er hüllte sich in Finsternis, / in dunkles Wasser und dichtes Gewölk wie in ein Zelt.
Von seinem Glanz erstrahlten die Wolken, / Hagel fiel nieder und glühende Kohlen.
Da ließ der Herr den Donner im Himmel erdröhnen, / der Höchste ließ seine Stimme erschallen.
Er schoss seine Pfeile und streute sie, / er schleuderte Blitze und jagte sie dahin.
Da wurden sichtbar die Tiefen des Meeres, / die Grundfesten der Erde wurden entblößtvor deinem Drohen, Herr, / vor dem Schnauben deines zornigen Atems.
Er griff aus der Höhe herab und fasste mich, / zog mich heraus aus gewaltigen Wassern.
Er entriss mich meinen mächtigen Feinden, / die stärker waren als ich und mich hassten.
Sie überfielen mich am Tag meines Unheils, / doch der Herr wurde mein Halt.
Er führte mich hinaus ins Weite, / er befreite mich, denn er hatte an mir Gefallen.
Der Herr hat gut an mir gehandelt und mir vergolten, / weil ich gerecht bin und meine Hände rein sind.
Denn ich hielt mich an die Wege des Herrn / und fiel nicht ruchlos ab von meinem Gott.
Ja, ich habe alle seine Gebote vor Augen, / weise seine Gesetze niemals ab.
Ich war vor ihm ohne Makel, / ich nahm mich in Acht vor der Sünde.
Darum hat der Herr mir vergolten, weil ich gerecht bin / und meine Hände rein sind vor seinen Augen.
Gegen den Treuen zeigst du dich treu, / an dem Aufrichtigen handelst du recht.
Gegen den Reinen zeigst du dich rein, / doch falsch gegen den Falschen.
Dem bedrückten Volk bringst du Heil, / doch die Blicke der Stolzen zwingst du nieder.
Du, Herr, lässt meine Leuchte erstrahlen, / mein Gott macht meine Finsternis hell.
Mit dir erstürme ich Wälle, / mit meinem Gott überspringe ich Mauern.
Vollkommen ist Gottes Weg, / das Wort des Herrn ist im Feuer geläutert. / Ein Schild ist er für alle, die sich bei ihm bergen.
Denn wer ist Gott als allein der Herr, / wer ist ein Fels, wenn nicht unser Gott?
Gott hat mich mit Kraft umgürtet, / er führte mich auf einen Weg ohne Hindernis.
Er ließ mich springen schnell wie Hirsche, / auf hohem Weg ließ er mich gehen.
Er lehrte meine Hände zu kämpfen, / meine Arme, den ehernen Bogen zu spannen.
Du gabst mir deine Hilfe zum Schild, / deine Rechte stützt mich; / du neigst dich mir zu und machst mich groß.
Du schaffst meinen Schritten weiten Raum, / meine Knöchel wanken nicht.
Ich verfolge meine Feinde und hole sie ein, / ich kehre nicht um, bis sie vernichtet sind.
Ich schlage sie nieder; / sie können sich nicht mehr erheben, sie fallen und liegen unter meinen Füßen.
Du hast mich zum Kampf mit Kraft umgürtet, / hast alle in die Knie gezwungen, die sich gegen mich erhoben.
Meine Feinde hast du zur Flucht gezwungen; / ich konnte die vernichten, die mich hassen.
Sie schreien, doch hilft ihnen niemand, / sie schreien zum Herrn, doch er gibt keine Antwort.
Ich zermalme sie zu Staub vor dem Wind, / schütte sie auf die Straße wie Unrat.
Du rettest mich vor zahllosem Kriegsvolk, / du machst mich zum Haupt über ganze Völker. Stämme, die ich früher nicht kannte, sind mir nun untertan. /
Sobald sie mich nur hören, gehorchen sie. Mir huldigen die Söhne der Fremde, /
sie kommen zitternd aus ihren Burgen hervor.
Es lebt der Herr! Mein Fels sei gepriesen. / Der Gott meines Heils sei hoch erhoben;
denn Gott verschaffte mir Vergeltung / und unterwarf mir die Völker.
Du hast mich von meinen Feinden befreit, / mich über meine Gegner erhoben, / dem Mann der Gewalt mich entrissen.
Darum will ich dir danken, Herr, vor den Völkern, / ich will deinem Namen singen und spielen.
Seinem König verlieh er große Hilfe, / Huld erwies er seinem Gesalbten, / David und seinem Stamm auf ewig.

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3, Oktober 2009 Verfasst von funcityonlinekirche | Gemeindebrief St.Bonifatius | | Noch keine Kommentare

533. Gemeindebrief (27. September 2009) – rg -

Liebe Leserinnen und Leser,

das heutige Evangelium gleicht sowohl einer Drohung wie auch einer Ermutigung.
Drohung deshalb, weil Jesus auf für uns heute drastische Art und Weise schildert, was mit Menschen passieren sollte, die andere zum Bösen verführen. Auch der Umgang mit Körperteilen, die zum Bösen verführen entspricht nicht gerade der so sprichwörtlichen feinen englischen Art.
Da gilt also für uns alle: Wachsam sein, damit wir nichts Schlimmes zu befürchten haben. Bei aller Drohung gewinnt in meinen Ohren dennoch die Ermutigung die Oberhand. Jesus ermutigt die Jünger zuzulassen und anzunehmen, dass es Menschen gibt, die nach Jesu Willen handeln, aber ihm nicht direkt nachfolgen.
Das klingt doch irgendwie wie ein Hinweis auf das, was wir heute in der Kirche erleben, oder? Viele Menschen in unseren Pfarreien sind getaufte Christen, verhalten sich christlich und gottesfürchtig und tun alles, was einen guten Christen ausmacht. Doch mit der Nachfolge in Form von Anschluss an eine Pfarrei und aktiver Mitarbeit in den Feldern der Gemeindearbeit, hapert es aus vielen Gründen.

Wie oft nimmt uns in den Gemeinden ein solches Verhalten den Mut und vermittelt uns das Gefühl, dass sie, mit den Worten des Evangeliums gesprochen „ „nicht für uns“ sind?
Jesus stellt es heute anders dar: Wer nicht explizit gegen uns ist, ist für uns. Also auch die, die nur ein wenig christliches Leben praktizieren gehören zu ihm und somit zu uns und in unserer Pfarreien. Diese Worte möchte ich all denen in die Ohren und ins Herz legen, die immer wieder über den Rückgang der Kirchlichkeit klagen.
Manches geschieht im Verborgenen und ist zutiefst christlich geprägt.

Wenn wir an diesem Sonntag zur Bundestagswahl aufgerufen sind, dann ist das auch die Chance „für die Stadt zu sorgen“, wie es der Prophet Jeremia in einem Brief schreibt (Jer, 29,7). Diese Chance, mit einem Kreuz die Gesellschaft zum Guten zu verändern sollten wir nutzen. Auch auf diese Weise können wir den Auftrag Jesu erfüllen.

Einen guten Wahl-Sonntag und ein schönes Wochenende wünscht

Rainer Gelhot
fc-Kirchenteam

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Die frohe Botschaft des heutigen Sonntags findet sich im Markus- Evangelium, Kapitel 9, Vers 38-43.45.47-48

Da sagte Johannes zu ihm: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.
Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört – amen, ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen.
Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde.
Wenn dich deine Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das nie erlöschende Feuer.
Und wenn dich dein Fuß zum Bösen verführt, dann hau ihn ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden. Und wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus; es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.

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27, September 2009 Verfasst von funcityonlinekirche | Gemeindebrief St.Bonifatius | | Noch keine Kommentare

532. Gemeindebrief (20. September 2009) -nl-

Liebe Leserinnen und Leser
des Gemeindebriefes aus der Internet-Kirche St. Bonifatius in funcity.de,

am Internationalen Tag des Kindes bietet uns die Kirche einen Text aus dem Markus-Evangelium, in dem ein Kind in der Mitte steht. Doch bis es dazu kommt, dauert es, und wenn man genau hinschaut, menschelt es mal wieder an mehreren Stellen – aber es bleibt nicht dabei. Diese Menschlichkeiten sind ein Hinweis darauf, wo nicht nur die Jünger Jesu, sondern auch wir an unsere (inneren) Grenzen geraten und dann etwas machen, was nicht wirklich weiter hilft.

Die Jünger verstehen die „harte Kost“ Jesu nicht, der von getötet werden und Auferstehung spricht. Sie verstehen den Sinn nicht, trauen sich aber auch nicht zu fragen, damit ihnen klarer wird. Was passiert, ist das, was immer passiert, wenn der Mut fehlt, nachzufragen. Wie geht es einem (Jesus), wenn nicht verstanden wird, was ich sage, aber auch nicht nachgefragt wird? Vielleicht kennt das der eine oder die andere von ihnen auch: Es wird gesprochen, aber der Sinn erschließt sich nicht – und man hat die vage Vermutung, dass es anderen auch so geht, aber alle schweigen.

Dieses Nichtsagende breitet sich aus und führt dazu, dass alle sich so ihre Gedanken machen, was denn werden wird, wenn der Meister der Jünger nicht mehr da ist, oder anders da ist oder wie auch immer …. Die Karten werden neu gemischt, das scheint fest zu stehen, und man fragt sich, wo denn mein Platz in dieser anderen Ordnung sein wird . Komme ich noch vor? Wird man mich noch sehen? Habe ich noch Anteil am neuen Geschehen?
Jesus bemerkt dieses Schweigen und führt mit seiner Frage nach den Gesprächsthemen „von unterwegs“ dazu, dass sich alle schweigend anschauen. Wir kennen das: Der eine schaut nach unten, die andere in den Himmel (Es ist wie bei der Frage nach dem Protokoll-Schreiben bei Besprechungen …)

Jesus bekommt keine Antwort auf seine Frage, aber er trifft den perspektivischen Kern: Es geht nicht um Sieg oder Platz, sondern ums Dienen, für andere da sein, sich hinten anstellen, wenn auch vorne Platz wäre. Das sortiert die Gedanken der Jünger. Und Jesus setzt noch einen drauf in der ihm typischen Weise: Er stellt ein Kind in die Mitte: Damit hat nun keiner gerechnet, geht es doch um Wichtigeres in den Augen und Herzen der Jünger. Ein Kind? Was sollen wir denn damit anfangen, wird sich mancher gefragt haben. Jesus gibt die Antwort: Es geht – wie wir heute sagen – um Wertschätzung und Gastfreundschaft, Krummes gerade zu machen oder es einfach so sein zu lassen, wie es ist.

Weiterhin für Jesus typisch: Es bleibt nicht beim Bild oder beim Bezug auf Zwischenmenschliches, sondern das Kind in der Mitte ist Zeichen und Hinweis für die Botschaft, die Christus vermitteln will: Sorgt euch nicht um euch, sondern nehmt wahr, dass auch im Kleinsten und Unwichtigsten die Wurzel liegt für die Unendlichkeit der Ewigkeit. Hier spricht er vom Aufnehmen des Kindes an seiner statt, aber nicht nur das:
Wer ein Kind aufnimmt und in die Mitte stellt, der stellt auch Jesus in die Mitte des Lebens, und wer Jesus ins Zentrum seines Strebens stellt, der hat auch einen klaren Blick auf Gott, der Jesus gesandt hat, genau diese Botschaft „unters Volk“ zu bringen:

Der Menschen-Wert mißt sich nicht an dem, was jemand kann, sondern daran, dass ein Mensch, welcher auch immer, von Gott geliebt ist.
Und das sollten ja nicht nur vom Prinzip her alle sein. Damit das praktisch und konkret wird, stellt Jesus dieses namenlose Kind in die Mitte. Es kann damit die Namen von allen annehmen, die nicht beachtet werden.

Liebe mittige Grüße
Norbert Lübke

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Evangelium zum Sonntag (25. im Jahreskreis): Markus 9,30-37

Sie gingen von dort weg und zogen durch Galiläa. Er wollte aber nicht, daß jemand davon erfuhr; denn er wollte seine Jünger über etwas belehren. Er sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen. Aber sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht, scheuten sich jedoch, ihn zu fragen.

Sie kamen nach Kafarnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen? Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer (von ihnen) der Größte sei. Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste
sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.

Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

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Das Kloster an St. Bonifatius in funcity.de lohnt einen Besuch: Gebete, Kerze anzünden, Bild betrachten …
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21, September 2009 Verfasst von funcityonlinekirche | Gemeindebrief St.Bonifatius | | Noch keine Kommentare

530. Gemeindebrief (06. September 2009) – rg -

Liebe Leserinnen und Leser,

Manche von ihnen haben den Namen Robert Stephenson Smyth Baden-Powell vielleicht schon einmal gehört.
Eben jener 1. Baron Baden-Powell of Gilwell, der am 22. Februar 1857 in London geboren wurde und am 8. Januar 1941 in Nyeri, Kenia, starb ist der Begründer der Pfadfinderbewegung.
Neben vielen andere Ideen und Gedanken hat er das Pfadfindermotto „Allzeit bereit!“ geprägt. Damit wollte er aussagen, dass ein Pfadfinder allzeit bereit sein soll, für die Tugenden und Pflichten eines Pfadfinders einzustehen. Anders gesagt: Ein Pfadfinder soll stets offen sein für das, was von ihm erwartet wird.
Diese Bereitschaft und Offenheit fällt nicht immer leicht – mir nicht und Ihnen vermutlich auch nicht.
Aber: mit wachem Blick und Begeisterung für oder von einer Sache lässt sich Begeisterung zumindest leichter weitergeben.
Offen für Jesus sind die Menschen im heutigen Evangelium im hellenistisch geprägten Gebiet der Dekapolis. Sie bringen einen Taubstummen zu Jesus. Einen Menschen, der eben eng in sich eingeschlossen ist. Der sich nicht, oder nur schwer, mitteilen kann und auch nicht auf andere hört. Dafür ist er ein Bild, es geht nicht um die eigentliche Behinderung. Jesus nimmt ihn an die Seite und öffnet ihm Mund und Ohren. Dieses „Effata! Öffne dich!“ ist bezeichnend. Jesus möchte dem Mann eine Offenheit für die Umwelt ans, oder besser noch, ins Herz legen, die es ihm ermöglich seine Umwelt mit zu gestalten. Den erzwungenen Egoismus aufzugeben.
Aber er möchte auch, dass diese Tat nicht herumerzählt wird. Der Mann soll einfach normal weiterleben. Doch das kann er nicht, sondern er erzählt alles weiter.
Für mich ist diese Stelle ein gutes Zeichen: Ein Zeichen dafür, dass es immer wieder Menschen geben muss, die mich oder andere zur Öffnung bringen und Menschen, die diese Offenheit lehren können.
Baden-Powell drückt das mit dem „Allzeit bereit“ aus. Offen sein für das, was kommt. Und wenn es Jesus ist.
Ich nehme für mich aus dieser Stelle mit, dass ich an diesem Sonntag und in der kommenden Woche versuchen will, bereit zu sein um zu ER-Öffnen und mich auch öffnen zu lassen!

In diesem Sinne wünsche ich ihnen und euch einen eröffnenden und befreienden Sonntag und eine gute Woche!

Ihr
Rainer Gelhot
fc-Kirchenteam

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Die frohe Botschaft des heutigen Sonntags findet sich im Markus- Evangelium, Kapitel 7, Vers 31-37

Jesus verließ das Gebiet von Tyrus wieder und kam über Sidon an den See von Galiläa, mitten in das Gebiet der Dekapolis. Da brachte man einen Taubstummen zu Jesus und bat ihn, er möge ihn berühren. Er nahm ihn beiseite, von der Menge weg, legte ihm die Finger in die Ohren und berührte dann die Zunge des Mannes mit Speichel; danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte zu dem Taubstummen: Effata!, das heißt: Öffne dich! Sogleich öffneten sich seine Ohren, seine Zunge wurde von ihrer Fessel befreit, und er konnte richtig reden. Jesus verbot ihnen, jemand davon zu erzählen. Doch je mehr er es ihnen verbot, desto mehr machten sie es bekannt. Außer sich vor Staunen sagten sie: Er hat alles gut gemacht; er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen.

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8, September 2009 Verfasst von funcityonlinekirche | Gemeindebrief St.Bonifatius | | Noch keine Kommentare

529. Gemeindebrief (30. August 2009) -nl -

Liebe Leserinnen und Leser
des Gemeindebriefes aus der Internet-Kirche St. Bonifatius in funcity.de,

wie oft in der Bibel berichtet, geht Jesus keiner Klarstellung aus dem Weg, auch wenn es mit einem Affrond verbunden sein sollte. Diesmal sind die dran, die sich am Buchstaben des Gesetzes festhalten und darauf achten wollen, dass alles penibel eingehalten wird. Die Gesetze und Gebote sind über Jahrhunderte überliefert worden, und von Generation zu Generation scheint immer mehr von dem Begründungszusammenhang verloren gegangen zu sein. Dann bleibt nur das stumpfe Einhalten der Vorschriften, warum ist dann egal, hauptsache die Regeln bleiben erhalten.

Dagegen wendet sich Jesus: Er mag einfach kein ritualisiertes, inhaltsleeres Handeln, und ein Ausbruch aus solchen – hier Reinigungsvorschriften – Regelwerken kann verdeutlichen, worum es geht: Um eine innere Zustimmung, die dann (!) in Regeln gelebt werden kann, und nicht umgekehrt.

Jesus weist darauf hin, dass es gerade unsere inneren Gedanken sind, die zu Worten werden, und die Worte, die dann zu Taten werden. Das ist es, was uns gefährlich werden kann und sich in verschiedenster Weise äußern kann, wenn wir in unserem Innern nicht aufgeräumt haben und für „göttliche Ordnung“ sorgen. Es ist doch unser Herz, was sich von Gott ansprechen und anrühren lässt. Wenn unser Inneres nur eine Rumpelkammer von Eigensüchteleien und eine Ansammlung von eigener Vorteilsnahme ist, dann kann Gottes Geist schlecht bei uns landen.

Jesus faßt dies in die Worte: „Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.“ Die damit verbundenen bösen Gedanken haben eine Menge an Folgen, die drastisch aufgezählt sind. All das passiert, wenn ich vor mir selbst den Mitmenschen und Gott nicht mehr sehe.

Jede-r wird für sich selbst beurteilen, ob die Zuwendung zu einem anderen Menschen nicht verkappter Egoismus ist, ob Sensibilität nicht Ausdruck einer Selbstverliebtheit ist und ob gesellschaftliches Engagement zuvorderst mir selbst nutzen soll.

In einem Kommentar zu diesem Evangelium fand ich einen passenden Verweis auf ein Psalmwort (Ps 24,3-4):

Wer darf hinauf ziehn zum Berg des Herrn,
wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?

Der reine Hände hat und ein lauteres Herz,
der nicht betrügt und keinen Meinein schwört.

Liebe gedanken-gereinigte Grüße
Norbert Lübke

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Evangelium zum Sonntag (22. im Jahreskreis): Markus 7, 1-8.14-15.21-23

Die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, hielten sich bei Jesus auf. Sie sahen, daß einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen. Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser die Hände gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt. Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.

Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen? Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.

Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen. Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.
Und weiter sagte Jesus: Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft und haltet euch an eure eigene Überlieferung. Weiter sagte er: Begreift auch ihr nicht? Seht ihr nicht ein, daß das, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht unrein machen kann? Denn es gelangt ja nicht in sein Herz, sondern in den Magen und wird
wieder ausgeschieden. Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein. Weiter sagte er: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.

Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.

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